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Volle Rutsche nach Geesthacht

Es ist wieder Freitag. Nach dem komischen Abend letzte Woche in eigenen Gestaden, trieb es die Erste dieses Mal in den äußersten Südost-Zipfel des Hamburger Verbandes. Einer zu lackierenden Stoßstange wegen stand dem Schreiber ein geräumiges Gefährt zur Verfügung, das ausreichend Platz für unsere Protagonisten sowie die Gelegenheit bot, gemeinsam in Mannschaftsstärke anzureisen. Zusätzlich sorgte eine gekühlte Getränkekiste dafür, dass bei Zustieg in unser Spaßmobil sofort gute Laune angesagt war. O-Ton: "So ihr Vögel. Corona zum Trotz hatte ich wieder einen netten Abend, den ich nicht missen möchte. Ja, mein Freund Bier war auch dabei, aber ich genieße einfach den Mix aus einfachem Humor und guten Gesprächen. Das beginnt ab dem Einsteigen ins Auto und wird dann noch besser. Allee, Allee, eine Straße und Vorwärts Wacker und so... Geil... Ich will mehr davon... 😎". (Keine Sorge, zum Ergebnis komme ich noch, aber das war an diesem Abend nachrangig.)

Empfangen wurden wir von einem sehr freundlichen Gastgeber, der uns gestattete, einen Umkleideraum inkl. Dusche zu benutzen. Selbstverständlichkeiten, die in den aktuellen Zeiten nicht selbstverständlich sind. (In unserer Halle durften wir bis jetzt diesen "Luxus" nicht bieten.) Also schnell ins sportliche Dress geworfen (eine Straßensperrung und ein kurzer Schnack auf dem Parkplatz hatten uns wichtige Minuten gekostet), ein paar Bälle zum Warmwerden (nur Florin hatte irgendwie die Gelegenheit verpasst) und dann wurden wir auch schon zur Ansprache gerufen. Zeit, unser neuestes Accessoires aus der Vorwärts Wacker-Kollektion von unserem Boberger Ausstatter vorzustellen. Die Vorwärts Wacker-Mund- und Nasenbedeckung (Bild folgt).

Nun zu den Ergebnissen:

Oben 3:1. Manu hatte mit Kagelmacher im ersten Einzel einen sehr geduldigen Gegenpart. Den ersten Satz bereits abgegeben, wurde es auch im dritten Durchgang sehr eng, ehe unsere No. 1 im vierten die erforderliche Durchschlagskraft fand und den ersten Zähler verbuchen konnte. Gegen den ratlos wirkenden Weißmann bestand nie Gefahr. Auch Vati konnte gegen Weißmann souverän punkten, tat sich allerdings gegen Kagelmacher auch sehr schwer. Nach 0:2 ermöglichten zwei glückliche Kantenbälle und eine starke Ballonabwehr eine Wendung des Spiels. Doch Kagelmacher fand nach 1:4 im finalen Durchgang wieder zu seinem Spiel und hätte bei 10:6 Führung den Satz dichtmachen können. Jetzt fuhr Vati im Horner Bogen auf 11:10, vergab aber kläglich und musste seinem Kontrahenten verdient gratulieren.

Mitte 2:2. Unser Michi. Beim Mittwochs-Training noch etwas neben der Spur, legte er einen rasanten 2:0 Start gegen Musielak hin. Kurzes Gespräch an der Bande mit dem Hinweis das Ding ja nach Hause zu holen... Na ja. Der Wille war der. Der des Gegenübers aber stärker. Musielak spielte immer besser und unserem Michi schwand die Sicherheit. So blieb es bis zum letzten bitteren Punkt. Parallel erbrachte Maga gegen den jungen Schmidt die gegenwärtig bestmögliche Leistung am Tisch. 0:3. Der Schreiber war sich sicher, dass über Kreuz zwei Punkte geholt werden können. Und so kam es auch. Michi fand nach der bitteren Niederlage wieder zu sich und auch zu Fortuna. Schmidt ließ zurecht des Öfteren den Kopf hängen. Gegen die zahlreichen Netz- und Kantenbälle unserer No. 4 war kein Kraut gewachsen. Der inzwischen wiederhergestellte 2. Bürgermeister zeigte gegen Musielak eine inzwischen selten geworden souveräne Leistung und ließ seinen Gegner mit seiner aggressiven Vorhand-Noppe und der schnittigen Rückhand verzweifeln. Knapp vor Spielende fällte plötzlich ein Smash den mächtigen Baum. Die Halle bebte. Nach kurzer Irritierung aber Erleichterung. Der Baum richtete sich wieder auf und beendete das Spiel erfolgreich.

Unten 3:1. Schuster zeigte an diesem Abend eine letztlich überzeugende Leistung. Gegen den jungen Külper im ersten Satz aufgrund des langen Sitzens noch etwas schläfrig (16:14), beendete er die beiden folgenden Durchgänge unter aller Augen recht zügig. Auch gegen Puttkammer musste Schuster im ersten Satz erst wieder aufwachen (8:11), um in den folgenden aufzudrehen und den langjährigen Kontrahenten niederzuringen. Milla zeigte gegen Puttkammer ebenfalls eine souveräne Leistung, brauchte aber auch den ersten Durchgang um seine Spezialnoppe auf seinen Gegner einzustellen. Dabei haderte Puttkammer mehr mit Millas unorthodoxem als mit seinem eigenen farblosen Spiel. Beim Stand von 8:3 und der Aussicht auf ein spätes Mahl beim Stammgriechen (legendär: "das Hack von morgen") der Geesthachter wollten alle nur noch schnell unter die Dusche. Anders dachten nur Külper und Milla. Die beiden legten ein schön enges Match hin, bestimmt das längste an diesem Abend. Während wir anderen uns schon innerlich von Gemischter Platte Athen, Gyros und Tsatsiki verabschiedeten, genossen unsere beiden Akteure sichtlich die Aufmerksamkeit. Mit 11:8 16:14 11:13 12:14 11:4 für Külper konnte nur im letzten Satz nicht der komplette Punkterahmen ausgeschöpft werden. Millas dreistündige Aktivitäten an der Boulderwand und ein fehlender Energienachschub zollten ihren Tribut. Auch die permanenten Ermunterungen (u.a. "Freu dich auf Gyros-Spezial") seitens der Mannschaftskollegen konnten den Ausgang nicht positiv beeinflussen.

Also ging es mit einem ordentlichen 8:4 in die 1. Umkleiden und 2. unter die Duschen. Herrlich. Alles schnell, schnell. Die ersten Vorboten waren bereits zum Hellenen nach Bergedorf entsandt worden. Dann an Volkers Stoßstange (hier ist sie wieder) rangehangen und ab zum Essen. Der Titel "Iltis des Tages" wird dennoch vergeben und fällt auf Schuster. Wir wissen warum ;-)

Vati